Interview

Der Fotograf Sandrino Donnhauser im Gespräch

 

Wie bist du Fotograf geworden? Wann hat dich die Leidenschaft „infiziert“?

Meine erste Kamera hatte ich mit 16 Jahren. Es war eine einfache analoge Kompaktkamera. Mit dieser Kamera habe ich meine Freunde spontan fotografiert. Ich hatte nicht bewusst fotografiert, sondern es hat mir einfach Spaß bereitet, Momente einzufangen. Jetzt sind diese Fotos unvergessliche Erinnerungen.

 

Wer hat dich inspiriert? Welche künstlerischen Vorbilder hast du?

© Paolo Roversi

© Paolo Roversi

Ich lasse mich von den unterschiedlichsten Künstlern inspirieren. Ich mag die Arbeiten von Jim Rakete sehr, aber auch die Bilder von Jan Saudek oder Paolo Roversi zum Beispiel. Grundsätzlich gibt es für mich aber nicht „den“ einen großen Künstler. Ich habe gelernt, dass jeder nur mit „Wasser kocht“. Es ist wichtig, authentisch zu bleiben und die Arbeit mit Menschen lieben.

 

Wie würdest du Deine Bilder charakterisieren?

Ich würde meine Fotografien als „Stillleben“ bezeichnen. Ein Gefühl von Ruhe liegt darin, das Leben kommt für einen Moment zum Stillstand. Ein Bild ist für mich die Flucht aus der hektischen, stressigen und lauten Welt. Hält man inne, ist man bei sich, bei seinen Gedanken.

 Foto: Sandrino Donnhauser - www.sandrinodonnhauser.de

 

Was macht deine Bildsprache aus? Deinen „Blick“?

Ich mag die natürliche Schönheit des „Augenblicks“. Fotografie ist so vielfältig. Ein kurzer Moment, der richtige Bildausschnitt und eine harmonische Farbgebung – all das kann ein Kunstwerk entstehen lassen. lm Mittelpunkt jeder meiner Arbeiten steht der Mensch – ob inszeniert oder in der Reportage. Die Kommunikation mit dem Gegenüber bildet das Zentrum meiner Arbeit und ich versuche immer auch, den Charakter, die Ausstrahlung des Abgebildeten einzufangen.

 

Was erwartet Menschen die sich von dir fotografieren lassen möchten? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Eine entspannte und lockere Situation im Studio oder vor Ort ist mir sehr wichtig. Mir ist bewusst, dass viele Menschen eine Eingewöhnungszeit benötigen und gerade deshalb lege ich Wert auf persönliche Gespräche vor und während des Shootings. Die besten Bilder entstehen dann, wenn beide Seiten „aufgetaut“ sind.

Gegenüber von Businesskunden lege ich sehr viel Wert auf Professionalität und einen hohen Grad an Qualität. Um Qualität nachhaltig zu gewährleisten setze ich auf moderne Technologien bei der Auswahl meiner Werkzeuge.

Porträt Karen

Porträt Karen

 

Du lebst und arbeitest in Leipzig. Was zeichnet die Stadt für dich aus? Wie wichtig ist sie für dich und deine Arbeit?

Foto: Seeh

Foto: Seeh

Ich liebe Leipzig. Es ist für mich und mein momentanes Leben die perfekte Stadt in Deutschland. Ich mag das Grün, die unzähligen Veranstaltungen und die kurzen Wege. Hier kann ich mich optimal entfalten und das kulturelle und kreative Netzwerk der Stadt genießen.